Freitag, 19. September 2014

Ich hörte sie reden.

Tut mir aufrichtig Leid das ich nicht zum schreiben komme - mein Leben kommt mir irgendwie dazwischen. Ich finde keine Ruhe.

Heute beim ausmisten/aufräumen einen alten Text gefunden ...

Ich hörte sie reden. Verstand allerdings nicht den Sinn, ich versuchte ihn nicht einmal zu verstehen. Ich lies sie reden. Einzelne Wörter, Floskeln, Fragmente fanden den Weg zu mir, doch weckten sie meine Neugier nicht. Sie bemerkte nicht einmal, dass ich nun nicht mehr nur mein Sein von ihr abwendete, sondern auch mein Körper sich nun langsam von ihr entfernte.

Ich lies sie allein ... mein Schatten blieb bei ihr zurück, doch auch er hörte ihr nicht zu. Nahm die Wörter auf ohne den Inhalt zu kennen. Aber auch mein Schatten konnte nicht ewig anwesend sein. Langsam fing er an sich zu zersetzen ... bis nichts mehr da war. Außer sie und ihre Wörter.

Allein im Dunkeln sitzend redend. Sie tat mir Leid. Kam trotzdem nicht zurück. Die Zeit, als ich bei ihr hockte und den Sinn verstand oder zu verstehen versuchte war vorüber.

Schönes Wochenende!

Mittwoch, 30. Juli 2014

Gedanken zur Abfallhandhabung in Tunesien

Meine zwei Monate Tunesien sind schnell zusammengefasst:

Tunesien. Der hohe Norden Afrikas –70km nach Italien. 1000 km Luftlinie nach Innsbruck. 60 Tage. Sonne. 40°. Strand. Meer. Mehr Meer. Islam. Muezzin. 5x am Tag. Liebenswerte Menschen. Armut. Jasmin Blüte. Gutes Essen. Brik. Scharfes Essen. Slata Mechouia. Plastik. Noch mehr Plastik. Frische Früchte. Melone. Feigen. Überall. Ramadan. Entschleunigung. Tag wird zur Nacht.



Dieses Photo wurde am Ende eines Tages im Zentrum von Tunis aufgenommen. So ähnlich sieht es überall aus (halt meist ohne die Fleischreste bzw. Knochenreste). 

Ich habe das Gefühl den Tunesiern fehlt die nötige geistige Haltung zu Abfall. Hier scheint man überhaupt keinen Bezug zu Abfall zu haben. Getrennt gesammelt wird hier nicht, es gibt teilweise oder eher größtenteils nicht mal Mülltonnen. Soweit ich informiert bin gab es einmal einen Versuch zum Thema getrennte Sammlung der nicht geklappt hat. Das Projekt wurde beendet mit der Meldung, Tunesier können das nicht. Also es wurde in keinster Weise kritisch hinterfragt WARUM es nicht geklappt hat, welche Parameter etc dafür verantwortlich sind o.ä. 

Man wirft alles einfach auf die Straße, oft wird der Abfall dann einfach angezündet. Man bekommt das Gefühl das solche Projekte wie das der Klärschlammverwertung (weswegen ich hier in Tunesien war) nur eine Art Symptombekämpfung darstellen aber nicht das Problem im Kern angegriffen wird. Es fehlt der Prozess des Umdenkens welcher in Europa vor einigen Jahrzehnten begann und weiterhin „in progress“ ist. 

Natürlich da und dort wird schon Abfall als Wertstoff erkannt. Man sieht immer wieder Leute mit Fuhrwerken den Karton aufsammeln der auf den Straßen liegt und auch im Büro wo ich tätig war kam jeden Tag in der früh eine Frau die die Plastikflaschen mitnahm die über den Tag anfielen (bzw. durch den Ramadan bei den Mitarbeiterin daheim während der Nacht).

Es ist ja auch nicht so als hätten es die Tunesier nicht gerne schön. Die Wohnungen werden im Normalfall täglich gewischt (Steinboden macht es leichter) und falls ein eigener Garten vorhanden ist (oder jener des Lokals, Restaurants etc.) schaut auch immer super ordentlich aus. Aber wehe dem der einen Blick über den Zaun oder auf den Hausgang wirft ... dem schwant übles. Da schaut es gleich aus. So als ginge es einen nichts an was vor der Wohnungstür passiert bzw. vorm Lokal. 

Die Tunesier müssen lernen dass Abfall ein Teil einer Wertschöpfungskette ist und daher mehr einem weiterverwendbaren oder –verwertbaren Produkt ähnelt als etwas was man einfach so wegwirft. Es ist nicht einmal so als würden die Abfälle enrsthaft entsorgt werden, es gibt kaum ordentlich betriebene Deponien. Viele Industrieabfälle "verschwinden" einfach auf illegale Deponien o.ä.. Die Entsorgung sollte die letzte Instanz darstellen oder zumindest ordentlich geschehen. 

Sie tun sich selbst und auch der nächsten Generation nichts gutes. Vielleicht liegt auch der Denkfehler im Islam. Ich weiß nicht wie es in andere islamischen Ländern aussieht. Ich war zwar in den VAE und in der Türkei aber da gebe ich zu, achtete ich nicht so sehr auf diese Dinge. Schließlich ist der Islam, wie so viele Religionen, auf das Jenseits ausgerichtet und das Diesseits ist dafür da Gott zu preisen um eben in jenem Jenseits einen guten Platz zu bekommen d.h. Himmel. Allerdings kann ich mir schwer vorstellen das Gott es wollte das man seine Schöpfung die Erde etc. in eine zu groß geratene Müllhalde verwandelt. Aber vielleicht ist auch das der mögliche Ansatzpunkt um etwas zu bewegen. Es geht schließlich nicht darum was ich von Gott halte, seines Zeichens Allah, sondern was die einheimische Bevölkerung von ihm hält und das sind ziemlich große Stücke. 

Vielleicht ist es auch eine arabische Kultur/Mentalitätssache - da müsste man mit anderen islamischen Ländern vergleichen die nicht arabischen Ursprungs sind, gibt es schließlich genug. Ich hoffe ich finde Zeit das näher zu recherchieren. Wäre wirklich sehr interessant! 

Vielleicht weißt auch du etwas dazu?

Montag, 21. Juli 2014

Sufetula

Sbeitla ist die größte Stadt im Gouvernorata Kasserine in der Région Centre von Tunesien. Mit dem Auto ist man von Tunis gute 3.5 Stunden unterwegs. Dort befindet sich auch die Ausgrabungsstätte der römischen Stadt Sufetula. Diese Stadt bestand von der römischen Kaiserzeit bishin zur Spätantike. Sie fiel 647 den arabischen Eroberen zum Opfer. Allerdings kann man noch heute ziemlich viel von dieser Stadt besichtigen. Der Eintritt haltet sich kostentechnisch in Grenzen (7 TND + 1 TND für das Recht Photos machen zu dürfen) und wenn man es geschickt anstellt dann bekommt man einen Führer (dem gibt man danach halt einige Dinar als "Danke") der einen dann überall dorthin führt wo man eigentlich nicht hin darf dh dass das Betreten Verboten der Ruinen außer Kraft gesetzt wird...









Donnerstag, 17. Juli 2014

Animal Show

Chamälion

Heuschrecke

Gottesanbeterin

Man sieht allerhand "fremdes Getier" hier in Tunesien. Leider klappet es nicht immer sie zu fotografieren.

Dienstag, 15. Juli 2014

Bewerben oder ich will doch nur einen Job

Ich mache jetzt gerade ein Praktikum - und es gefällt mir sehr gut - aber ganz eigentlich hätte ich gerne einen "richtigen" Job. Mein Studium habe ich vor einem halben Jahr beendet, aber dadurch das mein Vater Krebs hatte und ich eigentlich mal gern in ein geisteswissenschaftliches Studium hineinschnuppern wollte war das Sommersemester 2014 mit anderen Dingen gefüllt. Jetzt wird es aber dann wirklich Zeit! In meiner Heimatstadt Innsbruck und Umgebung habe ich die Lage schon gecheckt - da ist (leider leider leider) nichts zu machen. Daher strecke ich nun meine Fühler weiter aus. Weltweit, obwohl ich nach Firmen vorgehe und nicht nach Ländern.

Das ist gar nicht so einfach. Ich habe jetzt erst gestartet und erst eine Bewerbung losgeschickt. Während dem Sommer ist auch etwas schwieriger, aber ich möchte doch das der Laden heiß läuft und ich bis Ende des Jahres etwas gefunden habe.

Was ich machen möchte?

Es gibt zwei Bereiche die mich interessieren. Auf der einen Seite würde ich gerne Richtung Wasseraufbereitung (egal ob Trink-, Ab-, Oberflächen-, Grund- oder Industriewässer) oder in Richtung Riskiko-, Umwelt- und Qualitätsmanagement. Auch Anlagenwirtschaft war sehr spannend. Also wie man sieht, gibt es zwei große Bereiche die mich reizen, jetzt muss ich nur noch wissen wie ich da auch irgendwohin komme ... Ist ja alles nicht so einfach.

Mal sehen. Ich muss zugeben, ich habe noch nicht wirklich gestartet - aber das kommt noch. Drückt mir die Daumen, dass ich da auch wirklich was passendes finde (oder was passendes mich findet) bis zum Ende des Jahres, am liebsten bis zum Herbst ^^

Freitag, 11. Juli 2014

Gedanken zur Privatsphäre

Laut Wikipedia ist "Privatsphäre bezeichnet den nichtöffentlichen Bereich, in dem ein Mensch unbehelligt von äußeren Einflüssen sein Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit wahrnimmt." Hier in Tunesien ist es nicht wirklich übrig Privatsphäre zu haben. Die Familien leben auf - für uns - relativ engen Raum zusammen. Meine Freundin S wohnt mit ihren Eltern und ihrem Bruder (bis vor 2 Jahren auch ihre Schwester) sowie der Schwester des Bruders in einer 3.5 Zimmer Wohnung. Das bedeutet konkret, ein Zimmer mit drei Einzelbetten (Tante, S), ein Minizimmer (Bruder), Schlafzimmer (Eltern + ALLE Kleiderkästen) und ein zum Gang offenes Wohnzimmer. Hinzu kommt noch ein kleines Badezimmer und eine Küche. Bei uns ist es ja fast schon normal das jeder ein eigenes Zimmer hat oder man es zumindest maximal mit einem Geschwisterchen teilt. Außerdem verbringt man bei uns (also mit uns meine ich Mitteleuropa) viel Zeit in seinem Zimmer und beschäftigt sich mit sich selbst. Hier ist die Familie das um und auf. 

Aber auf was ich eigentlich hinauswollte: Anfang August kommt eine gute Freundin von mir aus Deutschland zu Besuch. Wir kennen uns noch aus Frankreich und wir haben uns 2 Jahre nicht mehr gesehen. Wenn sie da ist möchte ich natürlich viel Zeit nur mit ihr verbringen, Zeit ist  bekanntlich kostbar. Natürlich werden wir auch Sachen mit Freunden und Familie von mir verbringen aber die Zeit zu Zweit ist mir das schon heilig. Aber hier, hier ist es anders, umso mehr diesen Umstand teilen das ein Freund nach langer Zeit wieder da ist umso besser. Das wird als Fest zelebriert und gefeiert, gemeinsam ausgegangen, vielen vorgestellt etc. 

Ja ja diese Kulturunterschiede ;) 

Dienstag, 8. Juli 2014

Innerer Konflikt

süße kleine Schachteln mit silbernen Inhalt
Mitbringsel für Freunde und Familie
abgezählte 28 Schals von S
Ich fühle mich ständig im inneren Konflikt, auf der einen Seite der Spaß am Konsum, auf der anderen Seite der Wunsch nach mehr materieller Freiheit. Diese beiden Dinge auf einen Nenner zu bekommen ist für mich anscheinend (immer noch) sehr schwierig, obwohl ich zugeben muss, das ich schon sehr viel besser geworden bin. Allerdings kaufe ich jetzt weniger für mich ein, dafür viel für andere (siehe meine Mitbringsel für Freunde und Familie), auf der anderen Seite bekam ich letztens knappe 30 Schals von S geschenkt. Ich konnte mich gar nicht wirklich wehren. Sie besitzt sehr viele Schleier, wahrscheinlich könnte sie ein halbes Jahr täglich einen anderen tragen ^^ Tja und vor kurzem meinte sie eben, da sie schon mitbekommen hat das ich auch sehr gerne Tücher trage, dass ich mir einen aussuchen soll - so habe ich es zumindest verstanden. Am Schluss kam es so das ich alle die mir gefallen bekomme und noch zusätzlich all jene die sie sowieso kaum bis nie trägt ... So kanns gehen. Und auch wenn ich gerne Tücher trage, so viele brauche ich einfach nicht. Aber das war nicht möglich ihr klar zu machen. Tunesier sind bei sowas sehr eigen.

Dazu möchte ich diese Seite des Minimalismus Bloggers "schlichtheit" aufmerksam machen: http://www.schlichtheit.com/minimalismus/wellen/ sie entspricht glaube ich sehr meiner Mentalität. Irgendwie kann man (oder vielleicht auch einfach "nur" ich) nicht alles sofort ausmisten sondern erst stückweise, aber ich bin irgendwie noch bei weitem nicht gegen "Rückfälle" geeicht  - siehe weiteren Post ...

Ich werde wohl meine Mama und Schwester sowie einige Freundinnen damit beschenken :) So können sich zumindest mehrere daran erfreuen ! Ist auch etwas - obwohl ich ja jetzt wiederum dran bin mich davon zu trennen, und ich bekam ja auch nur Schals die mir gefallen ... irgendwie ein Teufelskreis. Das ist für mich alles nicht so einfach, wirklich nicht.

Aaah das ist immer der Moment wo es Zeit wird schreiend im Kreis zu laufen. Ich bin auch gespannt was ich schaffe NICHT mitzurückzunehmen von Tunesien, das betrifft hauptsächlich die Handtücher und Kosmetiksachen. Vielleicht ergibt es sich auch das eine oder andere Kleidungsstück hier zu lassen. Obwohl ich ja so einige neue Kleidungsstücke mitnehmen werde ^^ Ja ja das liebe shoppen, obwohl ich mit 3 Oberteile selbst gekauft und 2 Oberteile geschenkt bekommen plus ein Kleid derzeit noch gut aussteige. Aber ich habe mir auch Stoff gekauft da ich mir gerne von einem hiesigen Schneider zwei Wickelkleider machen lassen möchte. Die Bilder von meinen Modellen kann ich hier leider nicht zeigen da ich mir nicht den Link für die Inspirationsquellen aufgeschrieben habe.
Jersey Stoff für meine Wickelkleider

Wenn die vom Schneider gut hinbekommen werden, möchte ich noch gerne mir ein Etuikleid schneidern lassen. Ich tu mir immer schwer ein passendes Etuikleid zu finden. Durch meine weibliche Figur trage ich am Oberkörper 36/38 und am Unterkörper 38/40. Also entweder oben zu groß, dafür passt es unten oder umgekehrt -.-

Ei ei ein auf der einen Seite rede ich von Konsumminimierung und Entrümpeln und auf der anderen Seite von meine ganzen neuen oder bald neuen Sachen. Also irgendwie passt das nicht zusammen ...

Montag, 7. Juli 2014

Tagesablauf Ramadan

Der Ramadan ist eine unglaublich intensive Zeit vor allem spiritueller Natur. Es geht nicht nur darum nicht zu trinken und zu essen, sondern auch um Inne zu halten und sich vor allem intensiv mit Allah ausseinanderzusetzen.

Ich bin Katholikin, genaugenommen röm.kath., tja meine Gläubigkeit ist bis zu einem gewissen Teil ein "Opfer" der Aufklärung und Säkularisierung. Es ist nicht so das ich nicht glaube, ich zweifle nur prinzipiell an, dass falls uns Gott geschaffen hat, wird er uns wohl kaum so einen schwer erfüllbaren Regelkatalog hinterlassen haben umd ihn zu preisen, es richtig zu machen und um in den Himmel zu kommen. Hinzu kommt noch dass es meiner Meinung nach schwer vorstellbar ist den Auftrag zu haben "Ungläubige" zu missionieren oder ähnliches. Aber lassen wir das, das is nicht das heutige Thema!

Mein Bekannter M hat mir mal erzähl wir be ihm ein "normaler" Wochentag im Ramadan aussieht:
Er steht um 02:45 auf um zu essen und dann zum salet el fajer (Fadschr-Gebet) um ca. 03:45 zu gehen. Dann legt er sich wieder schlafen um dann um 07:30 wieder aufzustehen da er um 08:00 in die Arbeit muss. Um Mittag (Zuhr-Gebet) ist wieder ein Gebet, wo er in die Moschee geht. Um 14 Uhr geht er von der Arbeit heim und legt sich hin. Um ca. halb 5 ist dann das Salat el Aser (Asr-Gebet), anschliessend bleibt er noch in der Moschee um im Koran zu lesen. Gegen halb 6 kommt er heim und hilft noch seiner Mutter bei den letzten Vorbereitungen zum Fastenbrechen. Um 19.45 geht es wieder zum Abendgebet (Maghrib-Gebet) und dann ist Abendessen. Danach geht es zum Nachtgebet (Ischāʾ-Gebet) wieder in die Moschee wo dann gleich anschliessend das Tarawih Gebet (ein spezielles Gebet zum Ramadan, Teilnahme erwünscht, nicht Pflicht) ist. Um ca. 23:30 geht es dann wieder heim und er legt sich schlafen.

Als wir (S, M, D und ich) vergangenen Freitag gemeinsam fort waren - auf tunesische Art - verschwand M gegen 1 Uhr in der Früh wieder um das Tahadschud Gebet auszurichten. Dies ist ein freiwilliges Gebet und um die Seite islam.de zu zitieren: "Tahadschud ist ein sehr persönliches und privates Gebet, mit dem der Gläubige Allahs Wohlgefallen zu einer Zeit sucht, in der die übrigen Geschöpfe Allahs schlafen."  

Fortgehen auf tunesisch, bedeutet man hat Zeit zwischen dem Ischa Gebet und dem Fadschr Gebet (bzw. danach wieder weiter). Während dem Ramadan verschiebt sich das noch einmal um mehr als eine Stunde aufgrund des Tarawih Gebets und während dem Ramadan ist auch länger fortgehen als bis zum Fadschr Gebet doch etwas sinnfrei, da man (als Moslem) nichts mehr trinken/essen etc kann und man eher den Stress hat noch vor dem  Fadschr Gebet genügend Nahrung und Flüssigkeit zu sich zu nehmen.  Das angenehme am fortgehen hier ist das man sich nicht fragen muss wer nüchtern bleibt um mit dem Auto zu fahren ^^ Diese Frage erübrigt sich hier. Allerdings gibt es wider Erwartung keine Bandbreite an antialkoholischen Getränken, sondern erst wieder die Klassiker mit leichter Modifikation.



Donnerstag, 3. Juli 2014

Immer wenn ich unterwegs bin...

... und nur aus meinem Koffer lebe, dann denke ich mir, eigentlich brauche ich ja nur ganz wenig. Meistens beginne ich dann auch begeistert eine "Ausmistliste" welche ich vorhabe umzusetzen sobald ich wieder daheim bin. Tja, da prallen dann meist Theorie und Praxis aufeinander. Irgendwie ist es dann doch nicht so einfach die Sachen loszuwerden die man so schön auf eine Liste geschrieben hat.

Obwohl ich sagen muss, dass ich schon sehr viel entrümpelt habe. Wirklich, aber ich sehe mich immernoch nicht am Ende dieser Reise. Der Weg ist bekanntlich das Ziel. Schließlich wird es wohl doch dann irgendwann ernst werden mit einem Job und dann möchte ich eigentlich nicht zuviele Sachen mit mir herumschleppen wenn es ums siedeln geht. Das ich bei mir daheim in Innsbruck/Tirol eine Tätigkeit finde habe ich schon aufgegeben, ich begann mich wieder national mit Vorzug international zu bewerben. Mal sehen was daraus wird, richtig starten werde ich dann aber erst im Herbst d.h. September wenn ich wieder richtig daheim bin. Aber ich fange jetzt schon an :)

Wieder zurück zum Ausgansthema. Hier in Tunesien habe ich ja wirklich nur sehr wenig Sachen mit. Allerdings völlig anderes als ich daheim tragen würde bzw. die Kombination. Schließlich habe ich auch Sachen meiner Mama und meiner Schwester mit. Kleidung die für ein islamisches Land als passend erscheint. Tut es auch wirklich. Sehr erfreulich. Maxirock ist immer eine gute Wahl sage ich da nur. Ich trage jeden Tag Rock oder Kleid. Etwas luftiges ist bei dieser Hitze wirklich genau das Richtige :)

Allerdings kann ich dadurch nicht sagen, das ich bei mir Kleidung ausmisten kann, schließlich bin ich hier in einer besonderen Umgebung mit speziellen kleidungstechnischen Anforderungen. Aber ich werde es mir trotzdem wieder einmal zu <3 nehmen !! Aber gerade mit meinem Kasten bin ich schon sehr zufrieden, aber es ginge noch ein bisserl besser!

Was mir noch etwas Kopf zerbrechen bedeutet ist mein Bücherschrank und das Nippes. Ich habe eh kaum mehr etwas aber doch noch empfindlich zuviel meines Erachtens ... Mal sehen was mich dieser Aufenthalt hier lehrt!

Mittwoch, 2. Juli 2014

Der Preis ist heiß

Hallo ihr Lieben!

Ich bin etwas säumig da ich so furchtbar viel erlebe und dauernd nur auf Axe bin! Ich falle fast jeden Abend müde ins Bett. Tunesien ist ja für uns als Billig-Land bekannt. Alles Mögliche kostet hier nur ein Bruchteil für uns. Das Taxi ist total günstig, das Olivenöl, Früchte im Allgemeinen etc. aber für die Tunesier sind wiederum die "Importwaren" aus westlichen Industrieländern sehr teuer. Diese kosten hier sogar tlw mehr als bei uns. Heute fiel mir da etwas im Monoprix auf:

27 TND = ca. 13.50€

18 TND = ca. 9 €
Das ist doch total arg. Diese Schokoladen kosten bei uns ein paar Euro - ca. 2 oder 3 vllt auch 4 - aber auf alle Fälle deutlich weniger als hier. Das finde ich total schlimm. Also falls ihr mal nach Tunesien kommt - packt Schokolade ein - ein ideales Mitbringsel da hier fast schon unerschwinglich. Man muss nämlich bedenken das in einem gehobenen Restaurant die Hauptspeise ca. 35 TND (tunesische Dinar) kostet. In einem normalen Lokal kann man zu dritt mit einer geteilten Vorspeise leicht mit 50 TND aus. Man muss natürlich auch bedenken das ein normaler Tunesier bei 400 TND monatlich verdient. Also einfach das Niveau viel geringer ist - dadurch müssen die Sachen auch entsprechend wenig kosten sonst geht sich das einfach nicht aus.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Hammamet


Den Großteil meiner Freizeit in Tunis verbringe ich mit meiner Arbeitskollegin S. und ihrem Bruder D. sowie einen guten Freund von ihr, nennen wir ihn M. S. ist eine Tunesierin die den Schleier trägt und bei der tunesischen Firma arbeitet mit der wir, also die österr. Firma wo ich das Praktikum mache, im Rahmen des Projektes zusammenarbeiten. S. ist uns direkt zugeteilt, dadurch habe ich auch beruflich viel mit ihr zu tun. Sie ist nur 5 Jahre älter als ich. Also passt das recht gut =)

Am Sonntag vor 2 Wochen waren wir (S, D, M und ich) zusammen in Hammamet Süd am Strand. Tja das fällt wohl unter Reinfall. S hockte komplett gekleidet am Strand, D und M in Badehose (also "normal") und ich im Bikini - DAS war das Problem. D und M waren von der Situation etwas überfordert. Ich finde das frz. Wort embarassé beschreibt das recht gut: ratlos, verlegen, unsicher.

Ich fühlte mich bis dorthin noch nie unwohl in meinem Bikini. Natürlich ein Bikini ist nicht viel Stoff aber nun mal ehrlich - es ist ja nicht so als hätte "Mann" und "Frau" nicht schon mal eine Frau nackt gesehen. Es ist auch nicht so als hätte ich irgendetwas was eine andere Frau nicht auch hat. Anatomisch alles korrekt. Optisch falle ich schon unter die Kategorie "attraktiv", aber naja das kanns ja wohl nicht sein? Es gibt mehr als genug andere attraktive Frauen auf der Welt, auch direkt vor Ort hier in Tunesien. So ist es ja nicht.

Ok M und D haben jetzt nicht so viel mit Ausländerinnen zu tun und sind es ganz sicher nicht gewöhnt das eine Frau "aus ihrer Mitte" so "gekleidet" unterwegs ist. Außerdem bin ich ja sonst in ihrer Anwesenheit immer sehr "züchtig" angepasst an den hiesigen Bekleidungsvorschriften (die es natürlich nur ungeschrieben gibt) orientiert. Aber oh mein Gott das war ein Moment. Ich hoffe ihr könnt euch den vorstellen. Ich tu mir schwer ihn zu beschreiben.

Aber es gibt immer ein erstes Mal. So schnell wie da hatte ich mich noch nie wieder umgezogen und Spass machte es eigentlich auch überhaupt keinen. No Na. Ich meinte danach zu S das ich wohl nicht mehr mit ihnen schwimmen gehen werde, da das einfach nicht geht. Kulturell ist da einfach ein zu großer gap dazwischen.

Montag, 16. Juni 2014

Tunesien


Wo soll ich anfangen? In den vergangenen zwei Wochen habe ich so viele Eindrücke bekommen. Kurz zusammengefasst ist Tunesien so weit weg von Mitteleuropa. Unglaublich. Und doch ist es nur ein Sprung über das Mittelmeer. Mit Tunisair fliegt man von München nach Tunis Carthage 2h15. Aufmerksamen Beobachtern wird immer schon aufgefallen sein, dass die Mittelmeerländer einfach ein bisschen anders sind. Es ist nicht nur heißer dort und der Strand ist nah, sondern auch die Menschen sind anders. Meist ärmer und die Familie ist wichtiger - also so stimmt das nicht, aber die Art und Weise wie die Familie zusammenhängt ist anders. In Tunesien kommt noch hinzu das wir uns einem arabischen Land befinden. Arabien. Ein Land wie Germanien. Was es eigentlich nie gab und trotzdem einen genauen Bereich absteckt.

Ich wohne und arbeite in der Hauptstadt Tunis. Nicht direkt im Zentrum sondern im Stadtteil "Les Berges du Lac". Mit dem Taxi brauche ich ca. 10 min in das Stadtzentrum (Place du 14 janvier 2011). Kostenpunkt ca. 4 TND (tunesische Dinar) - umgerechnet ca. 2€. Ja für uns Mitteleuropäer ist das Land nicht wirklich sehr teuer...

Ich weiß wirklich nicht wo ich anfangen soll. Ich muss das Ganze wohl etwas splitten und nach und nach etwas davon erzählen.





Samstag, 31. Mai 2014

Kämpfend gegen Windmühlen ... und warum H&M ethisch gar nicht sooooo unkorrekt ist ...

Punkt (1) Kämpfend gegen Windmühlen:

Ich arbeite derzeit bei einer Zeitarbeitsfirma - nach dem Prinzip: überqualifiziert und unterbezahlt - und bin dort dann und wann beim H&M zu finden. Meist bin ich für die Kabinen zuständig + die angrenzende Abteilung - das bedeutet, diese Abteilung in Ordnung zu halten und Kleidung von den Kabinen die dorthin gehört wieder dort einordnen. Zwei Dinge fallen dabei auf: 1. Wir Menschen sind sooo einfach visuell zu beeinflussen. Ware die optisch ansprechend aufgelegt wird, wird auch anprobiert. Das bedeutet konkret, dass von den keine Ahnung wie vielen Kleidungsstücken die sich im Geschäft befinden immer nur dieselben 100 anprobiert werden. Und viele andere gar nicht oder nur 1x im Laufe eines gesamten Tages. Das ist wirklich witzig. 2. (der Windmühlen Teil) kaum räumt man auf, schaut es einen Augenblick später so aus als hätte wieder eine Bombe eingeschlagen. Man kommt man kaum nach. Ich komme mir da immer vor wie Don Quijote der aussichtslos gegen Windmühlen ankämpfte. Oft denke ich mir dabei, wie können das fix angestellte 40 Stunden pro Woche, Woche für Woche und Jahr für Jahr machen. Ich glaube mich würde das zermürben oder man hört einfach auf sich darüber Gedanken zu machen. Ist wahrscheinlich die sinnvollere Option.

Punkt (2) H&M und die Ethik

Ich weiß H&M lässt in Bangladesch nähen und ist deshalb ethisch fragwürdig ABER:

- Die Kleidung von H&M kommt in wiederverwendbaren Plastikboxen an
- Die Kleidung ist nicht (bzw. kaum) noch zusätzlich in Plastik eingeschweißt
- Kaputte Bügel dürfen nicht einfach weggeworfen werden sondern müssen entsprechend Plastik und Metallanteil getrennt werden und wieder zur Zentrale geschickt werden
- Mülltrennung ist das A&O in der Firma und wird auch wirklich so gelebt (selbst im Gemeinschaftsraum wird penibel darauf geachtet)
- H&M verwendet viel Ökologisch angebaute Baumwolle. Laut Nunu Kaller und ihrem Blog (http://ichkaufnix.wordpress.com/) verwendet diese Kette den weltweit größten Anteil davon. Angefangen in den Baby/Kindersachen findet man sie mittlerweile in jeder (?) Abteilung

Ich will damit nicht das Eine mit dem Anderen aufwiegen. Aber ich will klarmachen, dass man auf viele verschiedene Aspekte achten muss und nicht einfach etwas pauschal kategorisieren kann. Ich finde man sollte beim Kleiderkauf verschiedene Dinge beachten und den für sich richtigen Weg finden. Schließlich ist der aktive Beitrag von H&M in die Richtung Umweltschutz (wo diese Punkte nun mal hinlaufen) nicht zu unterschätzen. Schließlich ist H&M in über 50 Ländern vertreten...




Dienstag, 27. Mai 2014

Li-La-Lustiges Packen

Ich hasse packen. Auch wenn es für freudige Ereignisse ist. Warum? Tja eigentlich ist ein Ex von mir Schuld bzw. eigentlich eh ich selbst, dass ich mir das gefallen hab lassen ^^ Ich bin nämlich fast jedes Wochenende zu ihm und er kaum zu mir. Natürlich hatte ich alles mögliche dann bei ihm mit der Zeit, aber es war dann doch noch immer mehr als genug zum mitnehmen...

Ich bin jemand der voraus denkt beim packen und dabei nach Plan vorgeht. Ich schreibe mir auch manchmal Packlisten. Damit ich an alles denke, nichts vergesse und vor allem nichts unnötiges mitnehme. Ich bin wirklich gut im packen muss ich schon sagen *Selbstlob* =) Aber es ist mühsam...

Nun denn, meine Kleidung habe ich immernoch nicht fertig zusammengestellt da ich einfach noch keine Zeit hatte und es eher immer weniger als mehr wird. Irgendwie kam noch da und dort etwas unerwartetes dazu. Eh klar. Dafür bin ich bein den "Sonstigen" Dingen fast fertig *big-smile* Das bedeutet konkret: Handtücher, Kosmetik, dekorative Kosmetik, Handtasche + Getränke für die Hinfahrt, Medikamente, Flip-Flops, Turnschuhe, Badezeug (eh klar ;) )

So jetzt muss ich aber weiter machen ...

Montag, 26. Mai 2014

Europawahl 2014 Österreich


Ein paar Gedanken von mir zur Wahl:

- Warum gehen Menschen bewusst nicht wählen? Ihr Protest wird so nicht wahrgenommen werden. Im Gegenteil sie landen im selben Topf wie jene die "einfach so" nicht wahren oder es nicht auf die Reihe gebracht haben. Nein diese Menschen sollten bewusst wählen gehen und dann ungültig werden. Die Wahlbeteiligung wäre dadurch (sehr) hoch aber der Prozentsatz der ungültigen wäre dann sehr auffallend hoch.

- Warum behauptet die ÖVP in den Nachrichten sie hätten etwas zu feiern? Ja vielleicht, das sie nicht mehr Stimmen verloren haben. Wahlsieger sind schließlich die FPÖ. (Das hat hier nichts mit meiner persönlichen Meinung zu tun, sondern ich zähle nur 1 + 1 zusammen)


- Zur FPÖ und anderen "rechts populistischen" Parteien. Das ist und sind alles ordentlich zugelassene Parteien und die Bevölkerung hat diese Parteien gewählt. Man kann sie jetzt nicht einfach verteufeln und als Gefahr darstellen. Man sollte sich lieber Gedanken machen WARUM sie gewählt wurden und WIE man diese "Gefahrenpotentiale" abschwächen kann und die Gründe die diesen Parteien Zulauf gibt entwirren und lösen. 

- Thema geringe Wahlbeteilung: Ich glaube der große Fehler den die Parteien machen, ist, bis zu nächsten Wahl nichts zu unternehmen was Breitenwirksam ist. (Soweit ich Weiß, aber es fiel mir zumindest nicht auf) Als Beispiel: Die Abgeordneten in Brüssel könnten doch 1x im Monat oder alle 2-3 Monate sich am Küniglberg treffen und Österreich mitteilen was sie alles gemacht haben, vor haben zu machen etc. Um den Menschen zu zeigen: Schaut her, ihr habt uns gewählt und wir sind zwar "weit weg" in Brüssel aber wir zeigen euch hiermit wie unsere Arbeit fruchtet bzw mit welcher Problematik wir zu "kämpfen" haben. Eine Art Aufklärungsarbeit. Brüssel würde näher gebracht werden und zwar WÄHREND DER GESAMTEN ZEIT. 

Die wenigsten Menschen bemühen sich aktiv um Information. Das Volk kommt nicht nach Brüssel, Brüssel muss zum Volk gehen. 

So würde es vielleicht auch mit der Wahlbeteiligung besser werden. Wir, das Volk, sehen ohne Lupe leider nicht die Vorteile (ich selbst bin ja pro EU aber trotz allem außerordentlich kritisch) sondern nur augenscheinliche Nachteile. Und da hilft es nicht wenn man ein paar Monate vor der Wahl mit einer Kampagne startet wie toll doch die EU ist. Das Volk muss der Meinung sein dieses Europa mitzugestalten. 

So, dass fiel mir mal so spontan ein! 

Freitag, 23. Mai 2014

Besuch in Wien

Heute geht es für das Wochenende nach Wien :) Ich war schon lange nicht mehr in Wien, das letzte Mal im vergangenen Sommer, dafür aber für 2 Wochen. Diesmal ist das Programm rein kulturell. Es geht mit der Uni hin im Rahmen einer Vorlesung. Das Thema ist das 19. Jahrhundert. Das bedeutet Sigmund Freud, Ringstrasse und Gustav Klimt. Abgerundet wird das Wochenende mit einem Besuch in der Wiener Staatsoper: La Traviata. Ein Stück das ebenfalls im 19. Jahrhundert entstanden ist, basierend auf den Roman Kameliendame von Alexandre Dumas Fils. Übrigens ein Buch das ich jedem sehr empfehlen kann - eine wunderbare Liebesgeschichte, die es wie die Tragik verlangt, an den Konventionen der Gesellschaft scheitert.



Donnerstag, 22. Mai 2014

Vorbereitungen für Tunesien

Heute habe ich den Arbeitsvertrag unterschrieben. Außerdem habe ich mich beim Außenministerium registriert: http://www.reiseregistrierung.at/  Sicher ist sicher! Schließlich ist die Gegend zeitweise etwas explosiv. Man braucht sich nur an den "Arabischen Frühling" erinnern welcher im Dezember 2010 in Tunis seinen Anfang nahm. 

Für die passende Kleidung habe ich mittlerweile meinen Kasten sowie den meiner Schwester und meiner Mutter geplündert und einmal alles zusammen getragen was für Tunesien passend ist und die beiden für 2 Monate entbehren können. Ich habe schon etwas angefangen durch zu probieren bin aber noch nicht fertig. Einige Ideen Outfitmäßig habe ich schon! 

Am 02.06.2014 geht der Flug von München nach Tunis =)

Mittwoch, 14. Mai 2014

Tunesien

Mein Blog wird in naher Zukunft wohl kurzzeitig zu einem Reiseblog werden - und wie ich schon aus Erfahrung von Paris weiß - tu ich mir leichter den Blog zu schreiben wenn ich nicht daheim bin sondern unterwegs.

Und wie es aussieht bin ich von 01.06. bis 31.07.2014 in Tunesien (dazwischen aber ca. 10 Tage daheim in IBK). Nein nicht auf Urlaub, sondern zum arbeiten. Ich habe ja leider immer noch keinen Job, allerdings jetzt zumindest einmal für 2 Monate was. Ich werde für eine österreichische Firma in Tunis sein bzw. zeitweise auch im Landesinneren. Das Thema klingt wirklich sehr interessant und ich habe vor mich total rein zu hängen, damit dann auch meine Chancen größer werden von dieser Firma (in hoffentlich naher) Zukunft übernommen zu werden.

Da es ja schon in 2.5 Wochen losgeht (Vertrag habe ich noch keinen unterschrieben - Ich warte auf einen Anruf von der Personalabteilung) bin ich schon fleißig beim überlegen was ich denn zum anziehen mitnehmen. Schließlich bin ich während der warmen (um nicht zu sagen heißen) Sommermonaten (und auch noch während dem Ramadan) in Tunesien. Und Tunesien ist bekannterweise ein islamisches Land. Ich halte mich zwar die meiste Zeit in der Hauptstadt auf wo die Regeln etwas lockerer sind, trotzdem möchte ich nicht zwingend negativ auffallen. Meine ganzen Miniröcke und kurzen Sommerkleidchen kann ich schon mal nicht mitnehmen - aber ansonsten befindet sich zum Glück noch das eine oder andere in meinem Schrank. Jetzt muss ich noch schauen wie ich das intelligent kombiniere damit das alles auch halbwegs nach was aussieht ;)

Ich werde dann mal Photos von meinen möglichen Outfits hineinstellen. Vielleicht habt ihr ja auch gute Ideen bzw. Erfahrungen zum Thema "Frau in einem islamischen Land" - nicht als Tourist sondern als Angestellte. ??

Im Internet ist ja ziemlich viel zu finden. Habe mich schon etwas in die Thematik eingelesen.

Freu mich schon :)

Damals in Al-Ain (Emirat Abu Dhabi)

Sonntag, 27. April 2014

Die Sache ist die ...

... ich bin eine schlechte Blog Schreiberin. Logisch, ich bin derzeit auch überhaupt nicht mit mir im Reinen. Wie auch, es funktioniert ja auch nichts. Ein gutes Sinnbild davon ist mein Kleiderschrank. Er ist voll. Die Sachen passen alle, trotzdem ziehe ich immer nur dieselben 10 Kleidungsstücke an, anstatt andere Möglichkeiten auszuprobieren. Trotzdem schaffe ich es nicht mich von den anderen Kleidungsstücken zu trennen und schaffe sogar neue an, obwohl ich sie mir überhaupt nicht leisten kann. Wie auch. Ich habe keinen Job. Ich habe ein abgeschlossenes Studium, sogar ein ziemlich gutes. Trotzdem habe ich noch keinen gefunden. Umso regionaler man sucht umso schwieriger ist was zu finden. Noch dazu kommt das ich mir nicht 100% sicher bin was ich machen will, ich will eigentlich gar nicht mehr direkt in die Richtung was ich studiert habe, sondern mehr in eine bisschen andere Richtung. Immer noch derselbe Spielplatz aber eine andere Ecke. Derzeit bin ich Leiharbeiterin, überqualifiziert und unterbezahlt. Es ist zum heulen. Ich wohne wieder bei meinen Eltern. Natürlich liegen Jobs auf der Straße, aber ich will jetzt nicht 40h/Woche bei H&M anfangen, das geht nicht, dafür habe ich nicht studiert. Als Diplom Ingenieurin an der Kassa? Irgendwo ist da der Hund drin. Es ist zum heulen.

Dienstag, 11. Februar 2014

Vegan in der Fastenzeit

Am 5.3. geht sie los, die Fastenzeit. Heuer möchte ich mich während dieser besonderen Zeit vegan ernähren. Die vegane Ernährungsweise deckt sich ziemlich gut mit den Fastenanforderungen des Mittelalters (ausgenommen Honig, der war erlaubt).

Warum?

Ich möcht's mal einfach ausprobieren. Ich gehöre ja zu jenen die Menschen die sehr gern Fleisch essen, und noch lieber Käse und einem weichem Ei immer aufgeschlossen gegenüber steht. In der Fastenzeit geht es um Verzicht - und in diesem Verzicht möchte ich mich üben ;) 40 Tage (also ohne die Sonntage - hehe DAS Schlupfloch) sollte so etwas doch möglich sein, denke ich mir.

Ich habe mir zur Vorbereitung zwei Bücher gekauft:

"Kleine Veganer Bibel" von Sarah Schocke





Ein Lebensstil, der inspiriert und immer mehr Anhänger findet. Eine Vegetarierin, die den veganen Einstieg sucht. Das Resultat: ein praktischer Leitfaden durch den veganen Alltagsdschungel. Mit köstlichen Rezepten, die einfach Lust auf mehr machen.







"La Veganista - Lust auf vegane Küche" von Nicole Just



La Veganista lebt in Berlin. Ihr Opa, der Metzger, fragt immer: "Vegan?! Was kannst denn da noch essen?" Die Antwort: "So viel, dass ich ein ganzes Kochbuch dazu geschrieben habe!" Hier präsentiert sich La Veganistas Küche vielseitig, genussvoll und unkompliziert - ganz nach dem Motto: Vegan ja, Verzicht nein! Rouladen oder Gulasch kochen, Käsekuchen oder Vanillekipferl backen - und das alles ohne tierische Produkte? La Veganista zeigt, wie es geht! Und beweist mit jeder Menge neuer Kreationen umso mehr: Wer Vegan kocht, isst immer lecker!




Mit dem ersten Buch habe ich schon angefangen und finde es nicht schlecht geschrieben und sehr interessant. Das Kochbuch bekam ich erst heute mit der Post, kann also noch nicht viel dazu sagen, aber mich sprach die Aufmachung des Buches sehr an.

Einige mögen sich jetzt fragen, warum ich nicht einfach mit der "Vegan for fit" 30 Tage Challenge anfange? Naja das machen "alle", ich nicht. Außerdem möcht ich einfach ein bisserl anders an die Sache herangehen. Habe mich auch im Raum Innsbruck informiert (bin Mitglied der "Innsbruck Vegan" Gruppe auf facebook) und treffe mich morgen mit einer Veganerin, um mich mal zu informieren wie das so in der Realität läuft und so. Außerdem ist die Freundin eines Freundes vegan, er wird uns einander vorstellen. So komm ich auch zu einem kleinen Netzwerk. Was ich sehr gut finde, dann bin ich nicht so allein, sozusagen.

Weiters finde ich den Blog: "Freude am kochen und mehr ..." sehr inspirierend und einfach nur toll. Eine Wienerin mit indischen Ehemann kocht hauptsächlich vegan, ob nur vegan kann ich ehrlich gesagt nicht sagen da ich ihren Blog noch nicht so lang kenne und nicht immer dazu komme die neuen Blogposts zu lesen, aber allein Bilder schauen ist toll ;) Kann ich auf alle Fälle nur empfehlen !! Werde wohl auch baldmal das eine oder andere Gericht oder Süßigkeit nachkochen/backen.

Mal sehen wie es weiter geht mit der Vorbereitung, und bald wird es auch ernst.




Sonntag, 2. Februar 2014

Roman: Freuds Schwester

Ich habe letztens das Buch "Freuds Schwester" von Goce Smilevski gelesen. Das Buch beschreibt das Leben der unverheiratet gebliebenen Schwester Adolfine von Sigmund Freud. Das Buch ist leicht zu lesen, man sollte es aber historisch nicht zu genau nehmen. Es werden prägende Begegnungen mit Klara, der Schwester von Gustav Klimt und Ottla, der Schwester von Franz Kafka, fantastisiert. Es werden die Parallelen aufgenommen, dass Ottla und Adolfine im selben Zeitraum im KZ Theresienstadt zugebracht haben, sowie, dass Klara und Adolfine während der selben Zeit in Wien gelebt haben und auch demselben Kreis der Intellektuellen angehört haben.

Ich habs eigentlich lieber historisch halbwegs genau ...

Ein Zitat aus dem Buch fand ich allerdings sehr bemerkenswert und das möchte ich euch nicht vorenthalten:

"Ich weiß um meine Schuld." Er blickte auf seine Faust. 
"Vergib mir."
"Ich habe dir nichts zu vergeben", sagte ich. 
"Du hast nichts Böses getan. Du hast es versäumt eine gute Tat zu tun.
Wir alle versäumen es häufig im Leben, gute Taten zu tun. 
Und wir können nicht einschätzen, welches dieser Versäumnisse
es dem Bösen erlaubt, jemanden zu verschlingen."
"Vergib mir", sagte er. 

Wie denkt ihr darüber?

Sind Versäumnisse zu verzeihen oder nicht?

Donnerstag, 30. Januar 2014

furchtbar viel los

Derzeit ist leider sehr sehr viel los in meinem Leben und deshalb finde ich derzeit einfach nicht die Ruhe um zu schreiben. Ich hoffe es wird bald wieder besser - habe viel zu berichten!

Samstag, 18. Januar 2014

Room Tour / Walking In Closet - Warum braucht man das oder will man das oder was auch immer?


Immer wenn ich mir Videos wie das hier anschaue dann denke ich mir zwei konträre Dinge gleichzeitig. Einerseits "will ich auch", konkret ein eigener Raum für Kleidung, Schuhe und Schmuck - alles schön aufgeräumt mit viel Platz wo es sich "präsentieren" kann und man es weniger übersieht. Und dann denke ich mir einen Atemzug später: "Panik!", ich will auf GAR KEINEN FALL soviel Kleidung und Schuhe und Taschen besitzen, dass ich einen eigenen Raum dafür brauche. Ich habe ja jetzt schon so viel "Zeugs", nur bin ich jetzt an einem Punkt angelangt wo das reduzieren deutlich schwieriger wird, daher die Devise: aufbrauchen. Obwohl das ja gar nicht so einfach ist. Die Sachen die ich zuvor schon wenig anhatte, habe ich ja auch nach wie vor wenig an. Allerdings kann es sein, das diese Stücke zum Zug kommen, wenn die Dinge die ich oft trage abgetragen werden... derzeit habe ich eh so einen Kandidaten. Das T-Shirt um das es geht ist von "Morgan de toi", ich habe es seit einem Jahr, allerdings hat der Bedruck vorne schon ziemlich viele Risse sodass es nicht mehr wirklich schön aussieht, andererseits sieht das ja niemand wenn ich es daheim trage, also wird es wohl noch weiterhin getragen werden... Hach das ist irgendwie alles so schwierig. 

Warum hängt man an all diesen Dingen so sehr ???

Freitag, 17. Januar 2014

Madama Butterfly - Wer ist schon bereit für die Liebe zu sterben?

Montags Nachmittag ging ich spontan zum Landestheater Innsbruck um zu fragen ob nicht doch noch die Chance besteht ein Ticket für das Tanztheater "Madame Butterfly" zu bekommen, da so ziemlich jede Aufführung ausverkauft war und ist.

Ich hatte Glück!! Die Vorstellung für Gestern Abend 16.01. galt ebenfalls schon als ausverkauft, ABER ich bekam noch einen Platz im 2. Rang, Loge 5 links, Reihe 1, Platz 1. Noch hinzukam das ich als Student (unter 27) 40% auf die Karte bekam ... wirklich klasse :)



Die Choreographie und Inszenierung dieses Tanzstücks wurde von Enrique Gasa Valga  nach der gleichnamigen Oper von Giacomo Puccini realisiert. Das Herzstück stellt die koreanische Primaballerina Sue Jin Kang dar.

www.tt.com
Der Inhalt lautet wie folgt (http://www.landestheater.at):

Ein Schmetterling ist ein wunderschönes Wesen, das unbeschwert durch die Lüfte flattert. Ein solch zauberhaftes Geschöpf ist Cio-Cio-San, genannt Butterfly. Kein Wunder also, dass sich der amerikanische Marineleutnant Pinkerton sofort zu der jungen Frau hingezogen fühlt und sie heiratet. Drei Jahre später. Cio-Cio-San wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres geliebten Ehemanns. Doch Pinkerton empfand nie tiefe Liebe für sie. Als er schließlich kommt, Cio-Cio-San jedoch nicht aufsucht, und sie zudem noch auf seine amerikanische Ehefrau trifft, wird ihr bewusst, dass sie für ihn nur eine Trophäe war – ein schöner Schmetterling, den er auf ein Brett spießte.

Meine Meinung:
WOW!
Die Aufführung ist wirklich der Wahnsinn. Das "Ausverkauft-Sein" ist wirklich gerechtfertigt. Neben den guten Tänzern und das gut gewählte Bühnenbild und Kostüme waren sicher die Trommler das Highlight. So klasse. Ich hatte schon immer ein Faible für Stomp und ähnliches - das war dann natürlich voll auf meiner Linie.

Etwas gewöhnungsbedürftig waren zu Beginn "Yin und Yang" (Youtube Video 0:21 dargestellt durch zwei Tänzerinnen)die der Choreograph für das Stück "dazuerfunden" hat, aber mit der Zeit der Aufführung konnte ich den tieferen Sinn die ihn dazu veranlasst hat sie hinzuzufügen verstehen. Er selbst sagt dazu: "Mich hat der philosophische Ansatz fasziniert, dass das Schicksal immer aus zwei Seiten besteht - in allem Schlechten steckt auch etwas Gutes und umgekehrt. Genauso ist es auch im Leben der Butterfly - jedes Ereignis hat eine positive und eine negative Seite, und es war für mich wichtig, dies zu visualisieren. So sind die beiden Figuren entstanden, die die ganze Zeit - bis auf den Schluss, wenn sich Cio-Cio-San bewusst von ihnen gelöst hat - auf der Bühne präsent sind."

Die Aufführung hatte etwas von einem modernen Märchen. Zauberhaft und gleichzeitig bestürzend.

SCHMETTERLING

Im Schwingnetz, das die Spinne ausgespannt,
wiegt sich ein Schmetterling.
Gefangen im goldenen Strahlenkranz,
stirbt er.

Wie dieser Schmetterling,
so will auch ich, wenn ich in deiner 
Liebe Schwingnetz mich wiege,
sterben.

Wenn ich mich wiege...

(Horiguchi Daigaku)


Dienstag, 14. Januar 2014

Motivation zum Sport

Gestern besorgte ich mir das Freizeitticket Tirol. Dort ist unglaublich viel enthalten, von allen öffentlichen Schwimmbädern in Innsbruck (und Umgebung), alle Bergbahnen in näheren und weiterem Umkreis, Eislaufplätze und einige Museen. Und dazu kommt noch, nicht nur im Winterhalbjahr sondern auch über den Sommer bis zum Herbst.

Wenn das nicht zu Sport motiviert ?

Desweiteren habe ich mir einmal gestern die möglichen Läufe die im Lauf des Jahres in Innsbruck angeboten werden näher angeschaut. Wie soll ich mich sonst zum laufen motivieren? :D

Das Angebot ist übersichtlich aber nicht so schlecht:

5. April Tirol Milch Frühlingslauf

18. Mai Innsbrucker Sparkasse Stadtlauf

21. Juni Tiroler Frauenlauf

Die Kilometeranzahl ist teilweise unterschiedlich, aber ich glaube ich werde mich mit mir auf 5 km einigen ^^ Nur nicht zuviel vornehmen sag ich einmal. Teilweise kann man sich schon für die Läufe anmelden, das werde ich die nächsten Tage dann einmal machen. Denn dann kann ich nicht mehr zurück und muss dort durch. Das Nenngeld ist bei den Events aufsteigend. Beim Frauenlauf empfinde ich es dann schon etwas als happig für 5 km laufen, aber was tut man nicht alles für die Motivation. Im Herbst gibt es dann noch - was ich so gesehen habe - einen Sparkasse Nachtlauf und den Silvesterlauf. Den Nachtlauf im September kann ich mir noch einreden aber Ende Dezember??? Muss glaube ich nicht unbedingt sein ...

So und nun gehe ich mein Freizeitticket "einweihen" ab ins Schwimmbad (für die Piste isses zuviel Grau in Grau gerade) :)

Was macht ihr um euch zum Sport zu motivieren?

Montag, 13. Januar 2014

Munch in Zürich



Vergangene Woche war ich kurzzeitig in Zürich und nützte die Zeit um endlich in die Ausstellung von Munch gehen zu können - die seit gestern NICHT mehr zu sehen ist. Was ich nicht wusste ist, dass Zürich neben Oslo die größte Sammlung an Munch Werken hat.



Die Ausstellung zeigt 150 grafische Meisterwerke von ihm. Leider durfte man nur im ersten Raum, wo die Aquarelle waren, fotografieren.



Die Ausstellung war ausgesprochen gut aufbereitet. Munch hatte oft von einem Bild mehrere Drucke gemacht, in immer wieder anderen Farbzusammenstellung. Das tolle an dieser Ausstellung war, dass hier eine der seltenen Gelegenheiten war, mehrere Drucke desselben Bildes nebeneinander zu begutachten. Wirklich wundervoll.

Ich bin ein großer Munch Fan. Ich würde mir keines seiner Bilder daheim aufhängern - nicht mal eine billige Kopie ^^ da ich seine Bilder als sehr düster und teilweise auch als unheimlich empfinde. Aber sie gefallen mir ausgesprochen gut und ich kann sehr viel Zeit vor einem einzelnen Druck verbringen.

Mit dem Eintrittspreis (20CHF, reduziert 15CHF) ist auch ein Audioguide inkludiert. Dadurch erfuhr man viele Hintergrundinformationen. Allerdings ist es wie so oft nach einem Museumsbesuch, man ist überwältigt und auch etwas überfordert von den ganzen Eindrücken die über Einen hereingeprasselt sind. Man sollte sich eigentlich einen Besuch in eine Kunstausstellung vor- oder zumindest nachbereiten damit man längerfristig etwas davon hat. Aber wer macht das schon?

Das hier war auch nicht meine erste Munch Ausstellung, es fehlt mir natürlich noch die große Sammlung in Oslo. Allerdings sah ich schon weitere Ausstellungen über Munch in Wien und Paris.

Was haltet ihr von Munch und seinen Werken?

Sonntag, 12. Januar 2014

Meine dekorative Kosmetik

Ich habe ja zuviel Zeugs und derzeit habe ich das Credo "Aufbrauchen statt neu kaufen". Bei dekorativer Kosmetik ist das ja gar nicht so einfach. Also der Teil mit dem aufbrauchen ^^





Das ist meine Schminkbox. Die Box ist eigentlich für Schmuck gedacht, allerdings passt mein Schminkzeug perfekt hinein. Diese Box bekam ich geschenkt, sie ist aus einem Geschäft (Fleux) im Stadtteil Marais in Paris. Das Geschäft ist wundervoll, genaugenommen sind es drei Geschäfte. Sind alle drei nebeneinander und beinhalten immer einige zusammenhängende Themen die Fleux anbietet. Wirklich wundervoll, einen Besuch kann ich nur empfehlen !! Leider ist es etwas teuer ...

Zusätzlich zu dieser Box habe ich noch dies von Benefit und eine kleine Kosmetiktasche wo das ganze "übriggeblieben" Makeup drinnen ist. Alles allerdings gut überlegt.





 In der Box sind, wie bereits erwähnt,  die Sachen drinnen die ich aufbrauchen möchte und die ich - nein nicht täglich - verwende. Irgendwie hat sich doch so einiges angesammelt. Und ganz ehrlich, soviel Schminksachen braucht man doch als "normaler" Mensch doch gar nicht. Deswegen muss das jetzt langsam aber doch aufgebraucht werden. Ich sehe schon ich werde wohl für Jahre keine neuen Schminksachen mehr kaufen ^^ Also ob ich das durchhalte ist doch etwas fraglich aber ich gebe mein Bestes! Auf alle Fälle im Jahr 2014 mal, danach sehen wir weiter finde ich.


Samstag, 11. Januar 2014

Buch: Das wilde Leben der Elemente von Hugh Aldersey-Williams

Quelle: www.thalia.at


Letztens habe ich das im Titel genannte Buch fertig gelesen. In diesem Buch geht es nicht um eine trockene Abhandlung der verschiedenen natürlichen und künstlichen Elemente sondern um ihre lebendige Kulturgeschichte. Der Autor geht der Frage nach wie es dazu kommt das in der kleinen Grube Ytterby in Schweden 7 Elemente entdeckt wurden, oder warum das Element Europium in den Euro Geldscheinen nachweisbar ist und warum viele verwendete Farben von Meisterwerken heutzutage verboten sind. Es wird der Frage nachgegangen warum man mit bestimmten Elementen bestimmte Gefühle, Geschlechter oder Gegenstände verbindet.

Schon mal auf den Text von dem Lied America aus West Side Story gehört?


Automobile in America
Chromium steel in America
Wire-spoke wheel in America
Very big deal in America

Schon mal Gedanken darüber gemacht warum Chrom in Amerika eine große Sache zu sein scheint?

Ein wunderbares Buch. Wirklich. Ich habe es fast in einem durch gelesen. Es ist wirklich spannend was Elemente abseits des trockenen Periodensystems so zu bieten haben. Es wird hier erklärt wie es zu der Faszination von Gold kommt und ob schon immer die Menschen auf der ganzen Welt verrückt danach waren oder ob es eine europäische Erfindung ist. Der Autor beschreibt den Werdegang der Alchemie zur Chemie und wie Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen einzelne Elemente entdeckt haben, genauso wie Mendeljew auf die Idee des heutzutage allseits bekannten Periodensystems kam.

Der Autor Hugh Alderey-Williams wurde 1959 in London geboren und ist gelernter Chemiker. Er arbeitet als Wissenschaftsautor und Kurator. Er hat sogar einen eigenen Wikipedia Artikel - hier

Ich kann es wirklich empfehlen wenn man sich für Elemente interessiert und wie sie zu uns kamen :)


Freitag, 10. Januar 2014

Wenn nicht jetzt, wann dann ???

Man sagt immer "Morgen fang' ich an" um heute noch etwas machen zu können, was morgen schon als verboten gilt. Eigentlich lächerlich da es doch heißt, dass man sich zu einem glücklicheren und besseren Selbst sich nichts verbieten sollte, sondern nur die Quantität herunter schrauben.

Ich möchte auch viele Dinge.

Abnehmen zum Beispiel. Durch die Jahre in Unsportlichkeit abgerutscht. Hinzukommend, das spätestens ab 25 der körperliche Verfall beginnt. Meinen Essensstil würde ich nicht als primär ungesund bezeichnen, aber ein Leben ohne geschmolzenen Käse erscheint mir sinnlos.

Ich bin ja schließlich hier auf dieser Welt um mein Leben zu leben. Ich habe nur dieses Eine und ein Viertel davon ist schon um. Ich will mich nicht zum Statisten in meinem eigenen Leben degradieren lassen. Das sehe ich überhaupt nicht ein.

Auch bin ich bei weitem nicht dick. Normalgewichtig und immernoch selbe Kleidergröße. Das bedeutet aber trotzdem nicht, dass ich das auch weiterhin beibehalten möchte. Daher fange ich nicht am Montag an etwas daran zu ändern, oder Morgen, sondern heute, genau jetzt.

Dixi!

Dienstag, 7. Januar 2014

Meine Kosmetik in Paris

Ich bin jetzt noch nicht daheim, aber hier bei meinem Freund ist sozusagen die Second Home Base, daher sind dort Zahnbürste etc. fix stationiert ;)

Ich möchte euch hier mal die hier vorhandene Kosmetik zeigen. Hier befindet sich wirklich eher nur das Nötigste.

Im Bad findet man:

  •  Kontaktlinsenmittel von eyelike (kaufe ich immer bei Müller und importiere es nach Frankreich): Hartlinsen Aufbewahrung, Kochsalzlösung und Reinigungslösung von delta
  • Nivea Reinigungsmousse für emfpfindliche und trockene Haut
  • Nivea Visage Aqua Beauty Tagespflege
  • Nivea Deo Fresh Natural 48h milde Pflege
  • Yves Rocher Parfum (habe leider den Namen vergessen^^)
  • Listerine Cool Mint Tägliche Mundspülung
  • Nivea Augenmakeup Entferner 
  • Seife (von einem Hotel)

Im Zimmer findet man:

  • Today Nagellackentferner
  • Institut Phyto Augen Make-up Entferner Balsam
  • Savo Derm med Pflege Deodorant pH-Hautnetral
  • Franck Provost Paris Schaumfestiger
  • Clinogel Desinftionsmittel (habe ich in Paris wenn ich mit der Métro unterwegs bin immer mit)
  • Chaos Products Nike Sprühkur für Kämmbarkeit und Geschmeidigkeit
  • L'Oréal Elnett Satin Haarspray
  • Vichy Laboratoires Nutri Extra creme Körpercreme
Auf dem Bild sieht man noch dahinter meinen Föhn und das Täschchen mit dem Haarkram. Duschgel und Shampoo führe ich jetzt hier nicht auf. Dekorative Kosmetik nehme ich immer von Innsbruck nach Paris und Retour.

Markenmässig bin ich gut durchmischt, auch wenn es mich selbst etwas überraschte das ich soviel Nivea Produkte habe. Ich muss auch zugeben ich habe einige dieser Produkte geschenkt bekommen von Freundinnen die Paris verlassen haben und mir einen Teil ihrer Kosmetiksachen hinterlassen haben die ich einfach weiter aufbrauchte und aufbrauche.

Braucht ihr immer nigelnagelneue Packungen oder könnt ihr auch angebrauchte Packungen weiterverwenden?

Montag, 6. Januar 2014

Virgin Tales

 
"Ich liess zu, 
dass die Lust mich dominierte und 
ich endete in Schande. 
Jetzt gibt es für mich nur eines: 
absolute Demut."
(Oscar Wilde)

Ich schaute mir gerade den Film "Virgin Tales", der gestern auf ARTE lief; an. Angenehmerweise sind heutzutage auf vielen Fernsehsendern die Filme eine Woche nach der Ausstrahlung noch online abrufbar.

Von dieser Dokumentation hörte ich schon vor mehreren Monaten, leider musste ich bis zur Erstausstrahlung im deutschsprachigen Raum warten, da ich mir nicht die DVD kaufen wollte. Diese Doku lief schon auf SFR1 und zuvor in verschiedenen Kinos in Deutschland. Leider alles unerreichbar für mich. Bis jetzt ^^

In dieser Dokumentationi geht es um eine evangelikale Familie die stellvertretend für viele andere in den USA von der Dokumentarfilmerin Miriam von Arx und einem rein weiblichen Filmteam für längere Zeit begleitet wurde. Es geht darum um den Gedanken sich als Frau "aufzuheben" auf den einzig wahren und richtigen Ehemann. Keine "schmutzige" Taten und Gedanken sollen dies beflecken, sogar der erste Kuss wird bis zum Altar aufbewahrt.

Diese Glaubensgemeinschaft gilt es nicht zu unterschätzen, macht sie doch fast ein Viertel der amerikanischen Gesellschaft aus. Eines von acht Mädchen (zw. 8 und 18) in Amerika entscheidet sich bis zur Ehe aufzusparen. Diese "neue Rechte" Bewegung macht mit ihren sogenannten Purity Balls auch nicht vor Europa halt.

Hier der Trailer:


Hier der Text von der ARTE Homepage wo sich ebenfalls die gesamte Dokumentation zum anschauen befindet (für eine Woche ab Heute):

Die Wilsons sind eine neunköpfige evangelikale Familie, die in Colorado Springs lebt. Sie sind die Begründer der sogenannten Purity Balls, bei denen Töchter im Abendkleid von ihren Vätern begleitet werden und gemeinsam ein Gelübde ablegen, dass das Mädchen bis zur Ehe keusch bleibt. Inzwischen werden diese Bälle in 48 Staaten der USA gefeiert. Und die fünf Wilson-Töchter, die nur einen Mann heiraten wollen, der genauso ist wie ihr Vater, sind die Vorzeige-Jungfrauen der USA: jung, charmant und jeden noch so scheuen Kuss vor der Ehe verteufelnd. Auch die Söhne vertreten strikt die Haltung, eine Frau das erste Mal vor dem Traualtar zu küssen.
Die Wilsons sind ein lebendiges Beispiel dafür, wie stark das Konzept "Jungfräulichkeit" auch heute noch das Leben junger Frauen beeinflussen kann, und das in einem westlichen Land, das als aufgeklärt und als Hort der Freiheit und Heimat der selbstbestimmten jungen Frauen gilt.
So passiv, wie die Frauen der Purity-Bewegung sich in Bezug auf Sex verhalten sollen, genauso passiv sollen sie auch in allen anderen Lebensbereichen auftreten. Feminismus ist ein Schimpfwort. Die Frau gehört an den Herd, nicht in eine berufliche Laufbahn. Sie soll ihrem Mann dienen, der von Gott zum Führer der Frau auserkoren wurde. Die Wilsons fordern nicht nur Reinheit im sexuellen Sinn, sondern auch im geistigen und emotionalen: Die Kinder sollen sich vor der Ehe nicht verlieben, und bereits sexuelle Gedanken sind eine Sünde. Alle sieben Kinder der Wilsons zeigen sich absolut im Einklang mit diesem Gebot. Dieses Einverständnis mit den Eltern mag auf die fast vollkommene Abschottung von der Außenwelt zurückzuführen sein. Von frühester Kindheit an wurden die sieben Wilson-Sprösslinge wie rund eine Million andere evangelikale US-Kinder zu Hause unterrichtet. Hier lernen die Jungen neben Bibelzitaten vor allem, wie sich ein tugendhafter männlicher "Führer" zu verhalten hat, und die Mädchen, wie man dem zukünftigen Ehemann ein gemütliches Heim bereitet. Kontakt zu Gleichaltrigen kommt lediglich beim Kirchenbesuch und den regelmäßig stattfindenden "Teas" zustande, bei denen die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern über ihren Glauben sprechen und sich gegenseitig darin bestärken, dass ihre Lebensform die einzig wahre sei.

Wer an detaillierten Hintergrundinformationen interessiert ist, dem empfehle ich die Homepage des Films: http://virgintales.com/film/background-information/

Schnipsel aus dem Film die ich mitnahm:

Purity bedeutet nicht nur jeden Tag die richtigen Entscheidungen zu treffen, sondern auch Reinheit von Herz und Seele. Wir sind zu wertvoll für Männer die uns nicht respektieren, ehren und schätzen. Die Töchter bedingungslos zu lieben, das grösste Geschenk ist sie zu lieben und zu vergeben und um einzuschreiten im Interesse der Tochter (wenn sie sich auf den falschen Weg begiebt). Als Zeichen deiner Reinheit gebe ich dir diesen Ring und verspreche dir, dass du dein Gelübde nie bereuen wirst, dich für die Hochzeit rein zu halten. Ihr sollt unterstützen, nicht behindern. Mein Herz schlägt für die Ehe und die Familie. Sie sind das Fundament jeder Gesellschaft. Mein erster Kurs für den Anstandsunterricht ist voll. Warum nicht einfach warten? Ich bereue es nicht. Wisse, eine Ehefrau ist ein Geschenk Gottes. Er wird dir deine Eva bringen. Ich habe immer gewusste das ich Ehefrau und Mutter werden will und nicht tausende von Dollars unnütz in eine Ausbildung verschwenden möchte. Meine Aufgabe ist es, eine Beziehung zu den Pfarrern aufzubauen und sie zu ermutigen die Wahrheit zu sagen. Es gibt keine Trennung zwischen Religion und Staat. Die Bibel sagt uns wie wir zu leben haben. Wir wünschen uns Liebe und Toleranz aber Toleranz kann ein Hauptgrund für die Trennung sein. "Die Bibel sollte sich nicht der Kultur anpassen, sondern die Kultur der Bibel." Es ist der Sinn des Lebens Gott zu gehorchen und ihn zu lieben. Weil ich Gott liebe, liebe ich meinen Mann. Es ist die Ehe die unsere Liebe erhält. Wie die Frau, so die Kultur.

Mein Fazit:

Die prinzipielle Idee mit einem Vater-Tochter Ball finde ich ja recht süss, schliesslich verbringt man als Tochter doch oft recht wenig Zeit mit dem Vater. Familiensinn wird sehr hoch gehalten, auch der Sinn der Ehe als Versprechen bis das der Tod uns scheidet - ebenfalls eine sehr begrüssende Eigenschaft. Leider triftet beides etwas ins Extreme ab. Alles was extrem ist, ist meiner Meinung nach abzulehnen. Denn dann lauft man nur mehr mit Scheuklappen durch die Welt und verteufelt alles andere. Andererseits sollte man auch extreme Ansichten respektieren - da beisst sich irgendwo die Katze in den Schwanz. Aber ich glaube die Richtung meiner Gedanken ist nachvollziehbar.

Die Kinder gehen nicht in eine Schule sondern bekommen alles von der Mutter mit "was sie wissen müssen", sprich sie werden Zuhause unterrichtet. Sie leben abgeschottet in ihrer Gemeinschaft und blicken nie über ihren Tellerrand. Sie kommen gar nicht dazu ohne komplett mit der Familie zu brechen. Eine Subkultur.

Ich bin hin und hergerissen. Es gibt viele Elemente die ich toll finde, allerdings untergräbt es irgendwo die persönliche Entwicklung. Es heisst, dass sich immer mehr Menschen zu "solchen" strikten Religionen hingezogen fühlen, weil sie mit der Weite der Möglichkeiten die das heutige Leben bietet nicht zu recht kommen. Die Religion gibt ihnen halt und genaue Lebens- und Verhaltensweisen vor. Kann ich auch irgendwo nachvollziehen. In einer Zeit wo der Staat immer mehr kontrolliert, wird der Begriff Freiheit utopisch und rückt in weite Ferne. Wir werden wohl wieder in eine Art Biedermeier enden. Das Leben daheim wird hochgehalten, weil es draussen zu unsicher ist.

Was mir am meisten gefällt ist der Familiensinn und die Traditionen. Es gibt Initiationsriten für Mädchen wenn sie zur Frau werden (mit einer richtigen echten Aussteuertruhe) und ein Jungs wenn sie zu Männern werde (wie wenn man zum Ritter geschlagen wird). Das ist toll. Traditionen engen ein, allerdings erhalten sie auch viel.

Man muss glaub ich für sich selbst ein gutes Mittelmass finden. Der Film wirkt wie ein Märchen. Man wartet als Mädchen bzw. als junge Frau sittsam bis der Prinz mit seiner glänzenden Rüstung auf seinem weissen Pferd kommt und sie ins Schloss mitnimmt. Und sie leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Es wirkt alles sehr surreal. Ausgesprochen interessant, teilweise beängstigend und auch durchaus inspirierend.

Was denkst du über diesen Film oder diese Weltanschauung?

Samstag, 4. Januar 2014

Le Café des Chats

In 16 rue Michel le Comte im 3. Arrondissement von Paris befindet sich seit einige Monaten das Le Café des  Chats. In diesem Salon de thé befinden sich mehrere Katzen die sich dort frei bewegen (ausgenommen Küche) und auch einen Bereich "nur für sich" haben. Man selbst ist sozusagen Gast in ihrem Refugium. In diesem Salon kann man nur einen Tee oder Kaffee zu sich neben mit oder ohne Patissier Köstlichkeiten, Brunchen oder zu Mittag- oder Abendessen.

Ich kann das leider alles nicht so gut beschreiben wie es andere schon gemacht haben: hier (Aber wozu das Rad neu erfinden^^)

Ich möchte hier nur sagen, dass es durchaus eine Bereicherung zu einem ohnehin anstehenden Paris Aufenthalt sein kann :) Die Katzen sind mehr oder weniger zutraurlich und streichen durch die Gegend, lassen sich kraulen und die Preise sind auch sehr verträglich. Den café crème den ich probiert habe war leider nicht sonderlich gut, dafür den Tee den mein Freund genommen hat umso mehr ;) Als Entschädigung war der Cheese Cake mit Kastaniencreme und Honig umso besser!